Die medikamentöse Beruhigung
von ängstlichen Kindern (Prämedikation)

Für Kinder, welche in Folge grosser Ängste, psychisch seelischer Störungen oder geistiger Behinderungen eine Lachgastrance nicht erfolgreich mitmachen können, gibt es noch die Möglichkeit der medikamentösen Sedierung. Dazu wird heute weitaus am häufigsten das Schlafmittel Dormicum (Midazolam) in Form von Sirup, Tabletten oder Zäpfchen verwendet.

Etwa 30 Minuten nach der Einnahme dieses Mittels ist das Kind sehr müde und schläfrig, es wird zutraulich und hat seine Angst weitgehend verloren. Gerade für notfallmässige, eher kurze Schmerzbehandlungen eignet sich diese Sedierung recht gut. Längere Behandlungen und Massnahmen im hinteren Bereich des Gebisses sind aber problematisch, da die Schluck- und Hustenreflexe durch die Medikamentenwirkung vermindert sind. Gelangen Flüssigkeiten oder Fremdkörper dann in den Rachen, könnten Atmungsprobleme auftreten. Es ist auch von Nachteil, dass die Wirkung dieses Medikamentes mindestens 2 Stunden anhält. Das Kind muss also nach der Behandlung weiter überwacht werden. Es kann nicht alleine stehen oder sitzen und ist sehr verwirrt. Es ist unabdingbar, dass zwei erwachsene Personen das Kind mit dem Auto oder Taxis nach Hause nehmen und überwachen bis die Wirkung vorbei ist. Öffentliche Verkehrsmittel dürfen für den Heimweg nicht benutzt werden.

Für längere Behandlungen ist die Narkose das weitaus sicherere und effizientere Hilfsmittel. Allerdings müssen dort die Kosten für den Narkosearzt mit einberechnet werden. (Siehe Narkosebehandlungen)